2016 – 600er – Berlin

– Legendär und selten –

Berlin – Brocken – Berlin

Nach dem die 400 viel besser lief als erwartet und der Terminkalender die kurzfristige Teilnahme an der 600er erlaubte, habe ich allen Mut zusammen genommen und die Anmeldung zur 600 losgeschickt. Kurze Zeit später kam eine Info-Mail, ein Track und eine Wegbeschreibung.

Der Track ließ tief blicken. Die Höhenmeter waren für meine Erfahrungen bis dahin noch nicht nachvollziehbar. Alles deutete darauf hin, dass eine solche Tour nicht einfach so machbar sein würde. Und so kam es auch. Nach mehreren Touren über 300 km habe fest gestellt, dass die Tiefs die auf einen zukommen, aus irgendeinem Grund immer auf eine ähnlich Distanz fallen. Bei mir ist das interessanter Weise die Marke von 130 km. Danach geht’s wieder flüssig weiter. Dafür kommt kurz vor Sonnenaufgang noch ein weiteres Tief, dass allerdings sehr nachvollziehbar ist, wenn man einfach nicht schläft, sondern durchfährt.

Die Tour selbst ist für mich sehr anspruchsvoll gewesen. Die Höhenmeter durch den Harz und das Unwissen, ob die Zeit nach hinten raus reichen wird, waren neue Erfahrungen.An dieser Stelle bin ich Peter und Susann sehr dankbar, dass sie mich in ihre Gruppe mit aufgenommen haben. Als routinierte Fahrer haben sie deutlich besseres Gespühr für Zeit und Ausdauer. Ich durfte viel lernen.

Nichts desto trotz muss jeder durch sein eigenes Tief, so auch ich. Gegen Ende war mir klar, dass ich auf meine persönliche Bestleistung zu fahre und die 540 km, die ich 2013 auf einer Tour von Dresden – Berlin – Dresden geschafft hatte, zu überbieten. Gleichzeitig deutet sich ein immenser Kraftverlust an, der mich an den Punkt brachte, lieber aufzuhören, weil einfach nichts mehr ging, obwohl sich mein Körper soweit gut anfühlte.

Ich habe später realisiert, dass es sich um einen Hungerast gehandelt hat und mit einer ganzen Menge Essen kompensiert werden konnte. Gleichzeitig merkte ich aber auch, dass ich besser aufpassen muss, wann ich esse.

Schlussendlich kam ich nach 37 h und 25 Min ins Ziel und habe dabei 625 km zurück gelegt.

B-B-B war somit einer meiner spannensten Touren bis dato. Es war viel Glück dabei. Stichwort: Wetter, Müdigkeitsbewältigung und Essen. Trotzdem gab es auch jede Menge Power in den Beinen und im Kopf, die dazu geführt haben, dass alles so gut geklappt hat.

B-B-B war der Abschluss und der Höhepunkt 2016 und hat dazu geführt, neu nachzudenken, wie das nächste Jahr 2017 aussehen soll.

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